Cannabis in der Neuropsychopharmakologie (STUDIE 2019)

  • Cannabis in der Neuropsychopharmakologie (STUDIE 2019)

Narkotische Wirkungen auf Systeme im menschlichen Körper können zu schwerwiegenden psychischen Störungen einschließlich Psychose oder Schizophrenie führen.


Auszug aus der Studie

Die wichtigste psychoaktive Substanz in Cannabis ist Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC), ein partieller Agonist des Endocannabinoid-CB1-Rezeptors. Cannabis und THC haben vielfältige Auswirkungen auf neurokognitive und pharmakologische Systeme.

Diese Effekte wirken sich auf starke, emotionale und Gedächtnisprozesse aus, die durch direkte Wechselwirkungen mit dem Endocannabinoidsystem und indirekte Wechselwirkungen mit glutamatergen, GABAergen und dopaminergen Systemen ausgelöst werden.

Cannabidiol, ein berüchtigtes Cannabinoid, das in einigen Cannabisarten vorkommt, kann diesen Effekten entgegenwirken.

Sehr häufiger Cannabiskonsum, insbesondere im Jugendalter, ist mit nachteiligen Auswirkungen auf diese Systeme verbunden. Dies erhöht das Risiko für psychische Erkrankungen wie Sucht oder Psychose.

In dieser Studie konzentrierten wir uns darauf, einen allgemeinen Überblick über die Erforschung der chronischen Neuropsychopharmakologie von Cannabis zu geben. Wir haben die verfügbaren Forschungsergebnisse zur Bildgebung beim Menschen genutzt.

Wir erklären die Auswirkungen des Drogenkonsums während der Entwicklung und deren Folgen, um die Psychose und andere mit dem Cannabiskonsum verbundene Störungen zu verstehen. Ein besseres Verständnis des gesamten Mechanismus, der Cannabiseffekte hervorruft, könnte neue Ziele für die gesamte Behandlung liefern.

Schlüsselwörter: Sucht, Cannabis, Erkenntnis, Entwicklung, Bildgebung, Psychose


Autoren: Michael A.P. Bloomfield, Chandni Hindocha, Sebastian F. Green, Matthew B. Wall, Rachel Lees, Katherine Petrilli, Harry Costello, M. Olabisi Ogunbiyi, Matthijs G. Bossong, Tom P. Freeman
Weitere Informationen zu dieser Studie finden Sie unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6416743/. Die gesamte Studie ist in englischer Sprache.

Fotoquelle: pixabay.com (Autor: geralt)