Wann kann Cannabis die Krebsbehandlung komplizieren?

  • Wann kann Cannabis die Krebsbehandlung komplizieren?

Vor allem wegen seiner antiemetischen und analgetischen Wirkung. Darüber hinaus kann Cannabis krebsfördernde therapeutische Vorteile bieten, weshalb die aufkommende Forschung dieses Problem angehen wird. Das Vorhandensein von Cannabinoiden kann die Proliferation von Krebszellen verhindern, das Tumorwachstum verringern und sogar die Zellen selbst abtöten.


Obwohl die Kunst des Cannabis zur Bekämpfung von Krebs ein Grund zur Freude ist, ist die komplexe Beziehung zwischen Cannabis und Krebs immer noch nicht verstanden worden. Wissenschaftler untersuchen und untersuchen noch immer die Rolle des Endocannabinoidsystems bei der Krebsentstehung und ob bestimmte Cannabinoide die Proliferation von Krebszellen beeinflussen können.

Das größte Problem der gesamten Situation sind die sehr geringen verfügbaren Informationen über den Zusammenhang zwischen Krebs, Immunsystem und Cannabis. In der diesjährigen retrospektiven Beobachtungsstudie wurde erwähnt, dass Cannabis für Menschen, die an Krebs leiden, schädlich sein kann, wenn sie eine Immuntherapie erhalten. Die Immuntherapie ist heute die Standardtherapie bei der Behandlung von Tumoren.

Cannabinoide können das Immunsystem stärken

"Die Immuntherapie funktioniert mit bestimmten Medikamenten wie Nivolumab, die das Immunsystem stimulieren und Krebszellen zerstören", erklärt Dr. Chanda Macias, Ph.D. und Direktor des National Holistic Healing Center.

Die Immuntherapie überträgt Verbindungen, die vom Körper oder künstlich im Labor hergestellt werden, und sie modifiziert oder stellt die Funktion des Immunsystems wieder her, um das Wachstum von Krebszellen zu stoppen oder zu verlangsamen.

Macias arbeitet seit mehr als 15 Jahren mit medizinischem Cannabis. Obwohl sie das Potenzial von Cannabis für die Krebsbehandlung sieht, weist sie darauf hin, dass die Kombination von Immuntherapie und Cannabis sehr gefährlich sein kann.

"Es wurde festgestellt, dass Verbindungen, die Cannabis enthalten, immunmodulatorische Wirkungen haben", sagt Macias. Eine Herabregulierung der Immunmodulation reguliert die Dauer der Immunantwort und kann sogar eine Immunaktivität auslösen.

Diese Ausrüstung macht Cannabis zu einem idealen Heilmittel gegen Entzündungen oder Autoimmunkrankheiten, die zu einer Hyperaktivität des Immunsystems führen. Dies ist jedoch bei Personen, die sich einer Immuntherapie unterziehen, nicht so effektiv.

Bestimmte Cannabinoide können regulatorische T-Zellen auslösen. Diese Erregung führt zu einer Immunmodulation und zur Verhinderung von Immunantworten, die die Auswirkungen der Immuntherapie abschwächen können - eine Behandlung, die das Immunsystem bei der Bekämpfung von Krebszellen stärken soll.

THC ist ein bekannter Immunmodulator. CBD kann aber auch Probleme für die Immunität mit sich bringen. "Es ist möglich, dass CBD eine ähnlich verminderte Reaktion hervorruft, da CBD auch Entzündungen reduziert und die Stimulierung der körpereigenen Immunantwort auf die Immuntherapie beeinträchtigt", erklärt Macias.

Weitere Cannabis- und Krebsexperimente sind erforderlich

Obwohl die verfügbaren Forschungsergebnisse sehr unzureichend sind, haben einige Studien bereits bestätigt, dass Patienten, die kein Cannabis konsumiert haben, bis zu dreimal besser auf die Immuntherapie angesprochen haben.

Daten von 140 Patienten wurden für die gesamte Studie gesammelt. Dies waren Patienten mit drei Krebsarten: Melanom, nichtkleinzelligem Lungenkrebs und Nierenkrebs. Alle wurden mit Nivolumab behandelt. Es ist ein verbreitetes Medikament, das in der Immuntherapie eingesetzt wird.

89 Patienten erhielten Nivolumab allein, während die restlichen 51 eine Kombination aus Nivolumab und therapeutischem Cannabis erhielten. Die zweite Gruppe (diejenigen, die therapeutisches Cannabis erhielten) sprach weniger auf eine Immuntherapie an (37,5% vs. 15,9%).

Bei Patienten mit Nierenzellkarzinom und Melanom waren die Unterschiede besonders ausgeprägt: 40,6% der Patienten, die Nivolumab allein erhielten, sprachen auf die Behandlung an, im Gegensatz zu 10% der Patienten, die beide Wirkstoffe erhielten. Die Dosis, Form oder Zeit der Verabreichung von Cannabis war ohne Bedeutung. Statistische Analysen ergaben, dass Cannabis der einzige signifikante Faktor war, der das Ansprechen auf die Immuntherapie verringern konnte.

"Bevor Sie sich einer Immuntherapie in Kombination mit Cannabis unterziehen, müssen Sie sicherstellen, dass die Immuntherapie selbst aufgrund der entzündungshemmenden Ausrüstung von therapeutischem Cannabis nicht beeinträchtigt wird", schließt Dr. Macias.





Autor des Artikels: Emma Stone
Artikelquelle: leafly.com

Fotoquelle: flickr.com (von der Oregon State University), pixabay.com (von M. Maggs)